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Begleitetes Malen
und Lösungsorientiertes Malen ist Maltherapie.
Beim Malen sind wir derselbe Mensch, wie im Leben. Wir
agieren ähnlich. Sie haben also beim Malen die Möglichkeit,
sich und ihre Impulse, Muster und Bedürfnisse kennen zu
lernen.
Auf metaphorischer Ebene können wir analog direkt am und im
Bild ausprobieren, Veränderungen vornehmen und Dinge in
Ordnung bringen.
Die Möglichkeiten für Ausdruck und Veränderungen finden und
entfalten sich beim Malen in den Bildern.
Das, was wir Wirklichkeit nennen, sind die
Bilder, die wir uns von der Wirklichkeit machen. Gemalte Bilder
haben also sicher einen Einfluß auf unsere Wirklichkeit. Manchmal
finden wir neue, überraschende Lösungen im Bild. Manchmal
treffen wir neue Entscheidungen beim Tun. Wir zapfen tieferes
Wissen an und können es TATsächlich integrieren.
Bei
Einzelterminen kann die Begleitung intensiver stattfinden,
der psychotherapeutische Aspekt kann in den Vordergrund
treten, es gibt mehr Zeit für Gespräch. |
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In
Abgrenzung zu kunsttherapeutischen Ansätzen, die mit
Symbolen, Farbbedeutungen, Interpretationen und Bildanalysen
arbeiten, findet die maltherapeutische Arbeit beim
Begleiteten Malen auf folgenden Ebenen statt. (www.kunsttherapie.ch):
Die Arbeit am Bild
(Form, Ästhetik, Geschichte)
Unsere Methodik des Begleiteten Malens stellt sich darauf
ein, den heilenden Aspekt des Sinnbildes zu verstärken. Den
Malenden wird die Möglichkeit angeboten, ihre Bilder zu
schaffen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Der
bildnerische Prozess wird nicht auf ein vorgegebenes Thema
eingeschränkt. Weder Motive noch Gefühle werden zur
Bearbeitung vorgeschlagen, denn das Sinnbild ist
eigenständig. Das Bild ist weder Illustration einer
Pathologie, noch hat es
eine verborgene Bedeutung, die nur der Therapeutin
ersichtlich ist.
Die Inhalte werden als solche verstanden, nicht als Symbole
für etwas anderes: “Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose”
(Gertrude Stein). Bilder werden nicht er-klärt, sondern
ge-klärt.
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Die Arbeit am Prozess
(Weg, durch den die Malenden zum Bild kommen)
Wir gehen von der Annahme aus, dass die Malenden das
Erstellen der Bilder auf die gleiche Art und Weise
bewältigen wie das Leben. Der Therapie-Prozess entfaltet
sich daher um die unmittelbare Realität des Bildes. Es gibt
keine verbalen Erklärungen und Entschuldigungen: nur so, wie
es gemalt ist, ist es gemalt, was nicht gemalt ist, ist
nicht gemalt. Aufgrund dieser Realität besteht die
Möglichkeit, Entscheidungen zu überprüfen, Vermeidungen und
Blockierungen zu erkennen und neue Lösungen zu finden und zu
üben. Die Malenden entwickeln ihre Kreativität, lernen, neue Schritte zu riskieren
und gewinnen besseren Kontakt zur Realität.
Die Arbeit an der Beziehung
(Kontakt zu sich und zur Umwelt)
Wir verstehen die Beziehung zwischen MaltherapeutIn und
Malenden als eine spezielle Lebenssituation, in der sich die
üblichen Beziehungsmuster, auch aus dem Alltag der Malenden,
erfahren lassen. In der Auseinandersetzung mit dem/der
MaltherapeutIn können sich die Malenden über ihre wirklichen
Bedürfnisse klar werden. Die Malenden werden aufgefordert,
Verantwortung zu übernehmen und Kontakt zu finden, ohne sich
dabei selbst aufzugeben. |
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